Dein Hund zieht an der Leine – So gewöhnst du es ihm ab
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Jeder von uns Hundebesitzern kennt es: Du gehst mit deinem Hund spazieren und er läuft permanent voraus. Schlimmer noch: Er zieht die gesamte Zeit über an der Leine. Was nicht nur dazu beiträgt, dass euer Spaziergang stressig abläuft, ist auch für den Hund kein gesundes Verhalten. Es ist wichtig, dass du ihm dieses Verhalten möglichst früh abgewöhnst und ihn dahin erziehst, dass er immer auf gleicher Höhe mit dir läuft.
Empfehlenswert ist es, schon im Welpenalter gegen ein solches Verhalten zu arbeiten. Wenn dein Hund noch ein Welpe ist, dann hast du in den meisten Fällen relativ leicht die Möglichkeit ein solches Verhalten abzugewöhnen. Anders sieht es aus, wenn du wartest bis dein Vierbeiner ausgewachsen ist. Gerade im erwachsenen Hundealter sind Verhaltensweisen eher schwer abzugewöhnen.
Ursachen: Warum zieht der Hund an der Leine?
Die Ursache dafür, dass dein Hund an der Leine zieht, liegt eigentlich auf der Hand. Ein Hund ist ein Revier- und zum Teil auch Jagdtier. Das heißt, Hunde wollen ihren großen Bewegungs- und Freiheitsdrang ausüben und sind es nicht gewohnt eingeschränkt zu werden. Nimmst du deinen Hund an eine Leine, bist du aber genau für diese Einschränkung verantwortlich. Das führt dazu, dass dein Vierbeiner versucht, seinen Bewegungsspielraum zu erhöhen und dann an der Leine zieht.
Nicht zuletzt ist auch Neugier dafür verantwortlich, dass dein Hund an der Leine zieht. Sieht er Artgenossen, will er diese natürlich kennenlernen und beschnuppern. Das führt dann natürlich noch schneller dazu, dass er an deiner Leine zieht, um sein Ziel zu erreichen.
Interessant dabei: Je älter ein Hund wird, desto entspannter reagiert dieser. Vor allem ältere Hunde sind nur noch sehr träge und neigen nicht mehr allzu häufig dazu Stress zu verursachen, indem sie beim Spazieren gehen an der Leine ziehen. Umgekehrt sind Welpen natürlich deutlich neugieriger und aktiver.
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Lösung: So gewöhnst du deinem Hund das Ziehen an der Leine ab
Willst du deinen Hund perspektivisch dazu erziehen damit aufzuhören an der Leine zu ziehen, dann ist es wichtig den Charakter deines Vierbeiners genau zu kennen. Je nach Charakterzug gibt es unterschiedliche Übungen die möglich sind, um die Verhaltensweise abzugewöhnen.
Eine gute Möglichkeit, um ihm das Ziehen an der Leine abzugewöhnen ist ein Belohnungssystem. Das bedeutet, wenn dein Hund für kurze Momente gehorsam an deiner Seite läuft verlangsamst du dein Tempo noch einmal etwas um zu prüfen, ob er weiterhin in deinem Tempo läuft. Tut er dies, dann belohnst du ihn mit einem Leckerli. Die kannst du beim Spazierengehen übrigens in unserem praktischen Leckerlibeutel aufbewahren 😊
Eine weitere Möglichkeit gegen das Leineziehen bietet sich bei sehr hartnäckigen Hunden an, die sich nur schwer konzentrieren können. Bei dieser Methode wartest du, bis dein Hund an der Leine zieht. Tut er das, bleibst du abrupt stehen und wartest geduldig darauf, bis er nachlässt. Warte unbedingt auch darauf, dass er zu dir kommt und in deine Richtung sieht, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Erst wenn er wieder direkt neben dir steht kannst du weiterlaufen und ihn gegebenenfalls für sein Verhalten belohnen.
Ein letzter Trick eignet sich insbesondere für sture Hunde, die auch dann nicht reagieren, wenn du beim Spaziergang stehen bleibst. Zieht dein Hund auch dann noch an der Leine, dann wechsle sofort um die Richtung und gehe genau in die entgegengesetzte Richtung, in die er zieht. So soll das Verhalten des Hundes negativ assoziiert werden, da er immer beim Ziehen an der Leine umgelenkt wird und das Objekt der Begierde, weshalb er zieht, nicht erreichen kann. Dieser Trick kann auf Dauer anstrengend werden bei Vierbeinern, wenn sie trotz der Kehrwende vehement weiterziehen.
Wenn all diese Tipps und Übungen nicht helfen ist es ratsam, eine Hundeschule aufzusuchen. Hier wird professionell gezeigt, wie du deinem Hund gewisse Verhaltensweisen aneignen oder eben austreiben kannst. Diese Investition kann sich für dich lohnen, da dein Hund so in Gefahrensituationen besser reagiert. Auch das Ziehen an der Leine kann deinem Vierbeiner hier langfristig ausgetrieben werden.
Was gar nicht gegen das Ziehen an der Leine hilft
Neben den genannten Übungen gibt es auch zahlreiche fragwürdige Methoden, die erwiesenermaßen aber eher schädlich sind, statt wirklich zu helfen. So ist es definitiv schädlich und auch strafrechtlich verboten, wenn du versuchst deinem Vierbeiner das Ziehen an der Leine durch Gewalt auszutreiben. Hunde reagieren auf Gewalt häufig durch Schock- und Angstreaktionen. Im schlimmsten Fall führt ein solches Verhalten dazu, dass das Spazieren für deinen Hund zur Belastung wird und er nicht mehr rausgehen will oder sich panisch vor deiner Leine fürchtet.
Auch das reine Anbrüllen bringt dich langfristig nicht weiter. In den meisten Fällen kann dein Hund nicht zuordnen, warum du genau in diesem Moment brüllst. Außerdem spürt er die vermittelte Aggressivität durch dich, was ebenfalls dazu führen kann, dass dein Hund dieses aggressive Verhalten verinnerlicht. Das ist dann nicht nur gefährlich für dich selbst sondern auch für deinen Vierbeiner und alle Personen und Tiere drumherum.
Fazit: Ziehen an der Leine hat verschiedene Gründe und kann häufig schnell abtrainiert werden
Wenn du einen Hund hast, der an der Leine zieht, dann solltest du im ersten Moment glücklich darüber sein, dass er seinen Freiheitsdrang ausleben will und sich gerne mit dir bewegt. Natürlich ist es auf Dauer stressig für dich, wenn er an allen vorbeigehenden Tieren und Objekten schnüffeln will und deswegen extra stark an der Leine zieht, nichtsdestotrotz ist es ein nicht böswilliges Verhalten des Hundes. Durch gezieltes Training und passende Übungen schaffst du es binnen einiger Wochen, einen solchen Verhaltenszug auszutreiben. Wichtig ist hier Geduld und absolute Ruhe gegenüber deinem Vierbeiner, sodass er die Zeit hat, sich auf das richtige Verhalten einzustellen.